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Chancen und Risiken von Anleihefonds

Marketingmitteilung

Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, die Staaten, staatsnahe Institutionen, Banken und Unternehmen begeben. Der Anleihe-KĂ€ufer gibt dem Herausgeber einen Kredit fĂŒr einen festgelegten Zeitraum. DafĂŒr erhĂ€lt er einen festgelegten Zins und am Ende der Laufzeit sein Geld zurĂŒck – vorausgesetzt, der Schuldner geht nicht pleite. 

Anleihefonds

Welche Unterschiede gibt es aber nun bei Anleihenfonds?

Die Investment-Industrie unterteilt Anleihen nach verschiedenen Kriterien, an denen sich Rentenfonds orientieren können. 

Einer dieser Orientierungspunkte ist das Rating eines Emittenten, die sogenannte BonitĂ€t: Viele Rentenfonds kaufen ausschließlich Anleihen von Emittenten mit guter BonitĂ€t, diese ist am sogenannten Rating ablesbar. Emittenten, die ĂŒber BonitĂ€tsnoten von „durchschnittlich“ bis „ausgezeichnet“ verfĂŒgen, dĂŒrfen sich mit dem GĂŒtesiegel „Investment Grade“ schmĂŒcken. Anleihen ohne dieses PrĂ€dikat werden als „High-Yield-Anleihen“ (Hochzins-Anleihen) oder „Junkbonds“ bezeichnet, weil sie wegen der grĂ¶ĂŸeren Ausfallwahrscheinlichkeit in der Regel höhere Renditen abwerfen als Investment-Grade-Anleihen. Meistens handelt es sich bei Hochzinsanleihen um Papiere von Unternehmen, die stark verschuldet sind, aber auch manche Staatsanleihen werden als Ramsch eingestuft.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Region: Rentenfonds unterscheiden sich durch Ihre Anlageregion. Manche Fonds legen nur in bestimmten LĂ€ndern oder Regionen an, etwa ausschließlich im Euroraum oder nur in SchwellenlĂ€ndern sogenannten „Emerging Markets“.

Auch die Laufzeit der Anleihen ist wichtig: Anleihen gibt es mit vielen unterschiedlichen Laufzeiten. Schuldtitel mit kĂŒrzeren Laufzeiten gelten als sogenannte Geldmarktpapiere. Je lĂ€nger die Laufzeit, desto höher ist in der Regel die Rendite, schließlich verzichten Anleger lĂ€nger auf ihr Geld, wenn sie das Papier bis zur FĂ€lligkeit halten. Zudem steigt die Ausfallgefahr mit zunehmender Laufzeit. Viele Fonds konzentrieren sich auf bestimmte Laufzeiten bzw. auf eine bestimmte Duration.

Was ist nun zu tun?

Jahrelang stĂŒtzten sich Anleger von Anleihefonds auf die stetige Wertentwicklung, die fĂŒr StabilitĂ€t im Depot sorgte. Doch was lange als Gewissheit galt, ist heute nicht mehr so einfach. Die Zinsen fĂŒr Staatsanleihen von EurolĂ€ndern, in die manche Rentenfonds investieren, sind so niedrig wie noch nie. Wer beispielsweise der Republik Österreich fĂŒr zehn Jahre Geld leiht, erhĂ€lt inzwischen weniger als 0,60 % Rendite pro Jahr. Die Perspektiven fĂŒr Rentenfonds sind demnach bescheiden. 

Rentenfonds-Anleger profitieren von fallenden Zinsen, bei steigenden Zinsen aber mĂŒssen sie mit Verlusten rechnen. Das Zinsniveau selbst aber wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Zu den wichtigsten zĂ€hlen die Geldpolitik der Notenbanken, die Inflation und das Wirtschaftswachstum.

Beide Ertragsquellen, die feste Verzinsung der Anleihen und mögliche Kursgewinne, geben aktuell nicht viel her, daher droht mittelfristig Ungemach: Entweder stagnieren die Zinsen auf dem sehr niedrigen Niveau, oder – was wahrscheinlicher ist, falls die Konjunktur im Euroraum weiter so gut laufen sollte - sie steigen wieder an. 

Beide Entwicklungen wĂ€ren fĂŒr Rentenfonds-Anleger vorĂŒbergehend ungĂŒnstig. Im ersten Fall erwirtschaften sie mit ihren Anleihefonds so gut wie keine Rendite. Im zweiten Fall könnten sogar zwischenzeitliche Verluste auftreten. Denn bei steigenden Zinsen sinken die Kurse von Anleihen. Auch wenn Rentenfonds wegen der historisch niedrigen Zinsen derzeit nicht die erste Wahl sind, heißt das nicht, dass es sich um grundsĂ€tzlich schlechte Produkte handelt. Wenn sich die Anleihe-MĂ€rkte wieder normalisieren, werden sie weiterhin eine gute Anlageform sein. Auf lange Sicht haben sich in der Vergangenheit Rentenfonds, die in sichere Anleihen investieren, bewĂ€hrt. Über ZeitrĂ€ume von 10 bis 30 Jahren warfen sie ordentliche Renditen ab. Und das bei vergleichsweise geringen Schwankungen. Es gab einige wenige Verlustphasen, die in der Regel auch nur einige Monate dauerten. Die Kurse erholten sich meist schnell wieder.

Wegen ihrer vergleichsweise stabilen Wertentwicklung sind Rentenfonds, die auf sichere Anleihen setzen, ein wichtiger Grundbaustein fĂŒr langfristig ausgerichtete Wertpapier-Portfolios von privaten Anlegern. Sichere Rentenfonds sollten in keinem Anlageportfolio fehlen. Bei der Auswahl unter AbwĂ€gung von Chancen und Risiken eines fĂŒr Sie individuell geeigneten Rentenfonds unterstĂŒtzt Sie Ihr Berater gerne.
 

Hinweis: Die Anlage in Wertpapieren ist mit unterschiedlichen Risiken verbunden. Der Gesamtertrag ist vom Verkaufszeitpunkt abhĂ€ngig und auch Verluste sind möglich. Bitte beachten Sie diesbezĂŒglich unseren allgemeinen Risikohinweis. Sie finden diesen hier.