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Mehr Information und besserer Schutz f├╝r Anleger

MiFID II ÔÇô EU-Richtlinie ├╝ber M├Ąrkte f├╝r Finanzinstrumente

MiFID II

Die ab 2007 beginnende Finanz- und Wirtschaftskrise offenbarte einige Schw├Ąchen der Finanzm├Ąrkte unter anderem bei der Transparenz und Funktionsweise. Der Gesetzgeber will nun mit neu geschaffenen Regeln das Vertrauen der Anleger in die Finanzm├Ąrkte wiederherstellen. Am 3. J├Ąnner 2018 treten daher umfangreiche ├änderungen im Wertpapiergesch├Ąft in Kraft. Diese werden mit dem Wertpapieraufsichtsgesetz 2018 (WAG 2018) umgesetzt, um den Anlegerschutz und die Transparenz am Kapitalmarkt zu verbessern.

Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick:

Vollst├Ąndige Kostentransparenz bei allen Wertpapiertransaktionen
Ab 3. J├Ąnner 2018 werden auf den Auftragsbest├Ątigungen und bei Anlagevorschl├Ągen die gesamten Kosten, sowohl der eigentlichen Dienstleistung, als auch der zugrunde liegenden Produkte dargestellt. Als Anleger kann man somit auf einen Blick feststellen, wie hoch die gesamte Kostenbelastung in Relation zur erwarteten Rendite eines Investments ist und damit den Sinn einer Veranlagung besser beurteilen. Zumindest einmal im Jahr erh├Ąlt jeder Kunde eine Aufstellung der Gesamtkosten der Veranlagung.

Anreize von Produktherstellern
Im Rahmen einer sogenannten abh├Ąngigen Beratung werden von den Produktherstellern unter anderem Provisionen an den Vertrieb ausbezahlt. Diese Provisionen m├╝ssen die Qualit├Ąt der Dienstleistung gegen├╝ber dem Kunden verbessern. Neu ist, dass die Zahlungen vor einem Auftrag bereits detailliert offengelegt werden m├╝ssen und auch in einem j├Ąhrlichen Bericht dargestellt werden. Als Anleger kann man damit sehr genau ├╝berpr├╝fen, ob eine Anlageempfehlung objektiv oder auf Grund von gew├Ąhrten Vorteilen von Herstellern ausgesprochen wird.

Die Beratung
Bei jeder Anlageempfehlung muss k├╝nftig neben einer Pr├╝fung der Geeignetheit und Angemessenheit des angebotenen  Produktes f├╝r den Kunden auch eine schriftliche Erkl├Ąrung dar├╝ber erfolgen. Die Kriterien f├╝r die Beurteilung der Geeignetheit wurden zudem um weitere Aspekte (z.B.: Verlusttragf├Ąhigkeit, Vertriebsstrategie, etc.) erweitert. Jeder Kunde wird aufgrund seiner Angaben im Anlegerprofil einem Zielmarkt zugeordnet. Finanzprodukte werden von den Konzepteuren oder von der vertreibenden Bank ebenfalls einem Zielmarkt zugeordnet. Damit ist es noch besser m├Âglich, die passenden Anlageempfehlungen zu treffen.

Produkt├╝berwachungspflicht
Im Sinne eines bestm├Âglichen Anlegerschutzes sieht das WAG 2018 eine Verpflichtung zur laufenden ├ťberpr├╝fung der angebotenen Produkte vor. Die Produkthersteller und der Vertrieb sind ÔÇô wie oben erw├Ąhnt - verpflichtet, Zielm├Ąrkte und Zielkunden f├╝r die angebotenen Produkte zu definieren. Diese m├╝ssen laufend ├╝berpr├╝ft und gegebenenfalls ge├Ąndert werden. Das hei├čt, wenn der Zielmarkt sich ├Ąndert, darf das bestimmte Produkt nicht mehr angeboten werden. Eine Bank hat auch sicherzustellen, dass Kundenbetreuer durch laufende Schulungen entsprechende Fachkenntnis ├╝ber die angebotenen Wertpapierprodukte haben.

Aufzeichnungspflicht
Das WAG 2018 verpflichtet alle Anbieter von Wertpapierdienstleistungen ab 3. J├Ąnner 2018 alle Telefonate mit Bezug zu einer Wertpapierveranlagung aufzuzeichnen. Die Daten werden f├╝r f├╝nf Jahre gespeichert. Auf Anfrage wird dem Kunden das aufgezeichnete Gespr├Ąch zur Verf├╝gung gestellt.

FAZIT:

Durch MiFID II und dem WAG 2018 werden sich der Informationsumfang und der Anlegerschutz bei Wertpapiergesch├Ąften weiter verbessern. F├╝r Sie als Anleger bedeutet dies eine nochmalige Steigerung der Beratungsqualit├Ąt der VKB-Bank. Au├čerdem haben Sie bei der VKB-Bank weiterhin die Gewissheit, dass Produkte nach rein objektiven Kriterien ausgew├Ąhlt werden!