Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit in der VKB

Nachhaltigkeit in der VKB

Die VKB ist eine unabhĂ€ngige Regionalbank fĂŒr den unternehmerischen und privaten Mittelstand in Österreich mit einem klaren Fokus auf das traditionelle BankgeschĂ€ft. Sie bietet Finanzierungen und Einlagen, WertpapiergeschĂ€ft, Versicherungen und Wohnbaufinanzierungen an. Das Marktgebiet der VKB erstreckt sich primĂ€r auf den regionalen Kernmarkt Oberösterreich, weiters auf das obere Salzburg, die obere Steiermark und das westliche Niederösterreich bis Wien. Die erzielte Wertschöpfung verbleibt zur GĂ€nze in der Region. Damit verbunden sind die Werte eines bodenstĂ€ndigen und regional verankerten Geldinstitutes.Diese regionale Verantwortung unter BerĂŒcksichtigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Aspekte wird auch weiterhin ein wesentlicher SchlĂŒssel fĂŒr eine lebenswerte Zukunft sein. Als Regionalbank wollen wir einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Österreich leisten.

DEFINITION UND INTERNATIONALE ENTWICKLUNGEN ZUR NACHHALTIGKEIT

SDGs
Sustainable Development Goals

„Nachhaltigkeit“ beschrieb ursprĂŒnglich eine Form der Waldbewirtschaftung, bei der immer nur soviel Holz entnommen wird, wie auch wieder nachwachsen kann.

Die EuropĂ€ische Union hat dazu 2019 den „Green Deal“ beschlossen, einen Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums und des Klimaschutzes mit dem Ziel, im Jahre 2050 die Treibhausgase auf Null zu reduzieren.

Nachhaltigkeit wird hĂ€ufig auch mit ESG bezeichnet und umfasst Environment/Umwelt, Social/ Soziales und Governance/gute UnternehmensfĂŒhrung.

  • Hans Carl von Carlowitz, ein adeliger Oberberghauptmann im deutschen Erzgebirge prĂ€gte 1713 erstmals den Begriff der „forstwirtschaftlichen Nachhaltigkeit“ in dem von ihm verfassten Werk ĂŒber die Forstwirtschaft. Es beschrieb ursprĂŒnglich eine Form der Waldbewirtschaftung, bei der immer nur soviel an Holz entnommen wird, wie auch wieder nachwachsen kann.  
     

    Die Vereinten Nationen haben im Jahre 2015 die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) im Rahmen des UN-Aktionsplans „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 fĂŒr eine nachhaltige Entwicklung“ beschlossen und alle 193 Mitgliedsstaaten haben sich zu deren Umsetzung verpflichtet. Die Nachhaltigkeit wird somit völkerrechtlich als ErfĂŒllung dieser 17 SDGs aufgefasst.

    Die SDGs decken Themen wie Vermeidung von Armut und Hunger, Gesundheit, hochwertige Bildung und Geschlechtergleichheit ab. Die ökologische Dimension spiegelt sich in Zielen wie sauberes Wasser, saubere Energie und Schutz der Meere sowie der BiodiversitĂ€t wider. Außerdem geht es um nachhaltiges Wachstum, nachhaltige StĂ€dte und nachhaltigen Konsum. Das Thema Gerechtigkeit wird ebenso thematisiert wie Maßnahmen zum Klimaschutz.

    2015 wurde das Pariser Klimaschutzabkommen als völkerrechtlicher Vertrag zwischen 195 Vertragsparteien – in der Regel Staaten – und der EuropĂ€ischen Union abgeschlossen. Darin wird als Ziel eine Begrenzung des menschengemachten Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 0 C bzw. möglichst unter 1,5 0 C ĂŒber dem vorindustriellen Niveau vorgesehen.

    Auch der European Green Deal der europĂ€ischen Kommission (2019), der als Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums und des Klimaschutzes beschlossen wurde (Ziel 2050: Reduktion der Treibhausgase auf Null), ist fĂŒr die VKB eine starke Motivation, im Rahmen dieser riesigen Herausforderung ihre regionale Verantwortung wahrzunehmen.        

       

    Die Definition von Nachhaltigkeit (Sustainability) erfolgt heute mit dem Wording „ESG“; E fĂŒr Environment (Umwelt), S fĂŒr Social (Soziales und Arbeitnehmerbelange) und G fĂŒr Governance (gute UnternehmensfĂŒhrung). Zusammenfassend decken diese ein breites Spektrum an zunĂ€chst nichtfinanziellen Themen ab, die als Quelle fĂŒr finanzielle Risiken auch fĂŒr neue Chancen gesehen werden.

ESG

Unser SelbstverstÀndnis von Nachhaltigkeit

Landkarte

Die VKB wirtschaftet regional nachhaltig auf Basis genossenschaftlicher Werte, indem wir Unternehmen und WohntrĂ€ume mit den Spareinlagen unserer Kundinnen und Kunden finanzieren und handelt umwelt- und klimabewusst.

Insbesondere bekennt sich die VKB ausdrĂŒcklich zum Pariser Klimaschutzabkommen (das heißt Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf möglichst unter 1,5 0C ĂŒber dem vorindustriellen Niveau).

  • Die VKB bekennt sich ausdrĂŒcklich zum Pariser Klimaschutzabkommen (das heißt Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf möglichst unter 1,5 °C ĂŒber dem vorindustriellen Niveau).

    Die VKB orientiert sich bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Nachhaltigkeit ebenso an den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) der Vereinten Nationen.       

               
    Die VKB definiert damit die Nachhaltigkeit als regionale Verantwortung und nachhaltige Entwicklung im Sinne der ESG-Kriterien (Environment/Umwelt, Social/ Soziales und Governance/gute UnternehmensfĂŒhrung).    

    Unter gelebter Nachhaltigkeit versteht die VKB, das BankgeschĂ€ft wirtschaftlich erfolgreich und zugleich umweltbewusst und sozial vertrĂ€glich in Österreich zu betreiben.          
    Damit verbunden ist ein möglichst effizienter Energieverbrauch im Betriebsmodell zur Reduktion der Treibhausgasemissionen.              
    Damit leistet die VKB einen wesentlichen Beitrag fĂŒr die positive Entwicklung der finanzierten Region und die LebensqualitĂ€t der Menschen. Als unabhĂ€ngige Regionalbank lebt die VKB Kunden- und Werteorientierung. Intensive Kundenbeziehungen und eine damit verbundene Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden haben daher höchste PrioritĂ€t.

    Die VKB legt wesentlichen Wert auf das partnerschaftliche Prinzip, gelebt als stĂ€ndige Kooperation von Bank und Kundinnen sowie Kunden. Ein wirtschaftlich erfolgreiches, menschliches, modernes Banking mit verantwortungsbewusster Beratung ist das Ziel, um die BedĂŒrfnisse der Kundinnen und Kunden abzudecken. SĂ€mtliche erbrachten Dienstleistungen dienen ausschließlich dazu, die KundenbedĂŒrfnisse abzudecken. Das KundenbedĂŒrfnis ist stets zentraler Anker des wirtschaftlichen Handelns. Gemeinsam will die VKB mit ihren regionalen Kundinnen und Kunden nachhaltig wachsen. Das Angebot nachhaltiger Produkte wird auf das KundenbedĂŒrfnis abgestimmt.

    Die VKB managt die ESG-Risiken in Bezug auf Klima, Umwelt, Soziales oder UnternehmensfĂŒhrung angemessen.
               

    Die VKB nimmt durch wirtschaftliches, soziales und ökologisches Handeln gesellschaftliche Verantwortung wahr.

151 Jahre gelebte RegionalitÀt und Nachhaltigkeit

> Oberösterreichische Regionalbank seit 1873

> Unternehmensstruktur gibt UnabhÀngigkeit

> Privatkunden und mittelstÀndische Wirtschaft als Hauptzielgruppen

> Hohe Kernkapitalquote schafft Vertrauen und Sicherheit

Wesentliche Key Performance Indicators VKB-Konzern

Genossenschaftsmitglieder rund 16.000
Bilanzsumme rund 3,6 Milliarden Euro
PrimÀrgeschÀftsvolumen rund 5,6 Milliarden Euro
Harte Kernkapitalquote 16,6 Prozent
Gesamtkapitalquote 17,1 Prozent
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in Köpfen 478,6
Filialstandorte 30

Stand: 31. Dezember 2023

UNSERE STAKEHOLDERINNEN UND STAKEHOLDER

Die VKB bemĂŒht sich mit Ihren Stakeholderinnen und Stakeholdern einen regelmĂ€ĂŸigen Austausch zu pflegen. Beispiele hierfĂŒr sind die jĂ€hrliche Nachhaltigkeitsberichterstattung und die Generalversammlung der Genossenschaft oder diverse Infomails und Publikationen.

  • Stakeholderinnen und Stakeholder sind Personen(gruppen), fĂŒr die es aufgrund ihrer Interessenslage von Belang ist, wie die VKB den Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit gestaltet.          

    Wesentliche Stakeholder sind:

        • Firmenkundinnen und Firmenkunden,
        • Privatkundinnen und Privatkunden,
        • Mitarbeitende,
        • VorstĂ€ndin und Vorstand,
        • AufsichtsrĂ€tinnen und AufsichtsrĂ€te,
        • BeirĂ€tinnen und BeirĂ€te der Volkskredit Verwaltungsgenossenschaft registrierte Genossenschaft mit beschrĂ€nkter Haftung,
        • Lieferantinnen und Lieferanten,
        • GeschĂ€ftspartnerinnen und GeschĂ€ftspartner,
        • Kapitalmarktteilnehmerinnen und -teilnehmer (insbesondere Banken),
        • Aufsichtsbehörden (FMA, EBA, EZB)
        • Sonstige (Medien, Öffentlichkeit, Interessensvertretungen, Gewerkschaften, Sozialpartner, Nichtregierungsorganisationen, Regierungen, Analysten und Wissenschaftler, Verein fĂŒr Konsumenteninformation und sonstige NGO’s).           

    Hinsichtlich dieser Zielgruppen des nachhaltigen Engagements der VKB wird daher im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung eine Stakeholder-Perspektive eingenommen.

FESTLEGUNG WESENTLICHER NACHHALTIGKEITSRELEVANTER THEMEN

Unter Einbeziehung einer Online-Stakeholderbefragung wurden die Schwerpunkte des Nachhaltigkeitsengagements ermittelt.

  • Ende 2021 aktualisierte die VKB ihre Wesentlichkeitsanalyse gemĂ€ĂŸ den GRI-Standards und dem CSRD-Entwurf (Corporate Sustainability Reporting Directive). Die Wesentlichkeitsanalyse stellt die Basis fĂŒr die Nachhaltigkeitsberichterstattung dar und unterscheidet wesentliche von weiteren Nachhaltigkeitsthemen. Dazu erstellte die VKB in einem ersten Schritt eine Longlist mit 16 möglichen ESG-Nachhaltigkeitsthemen entlang der Wertschöpfungskette. Diese 16 Themen waren die Basis fĂŒr die folgenden Analyseschritte.       

    Im Dezember 2021 wurde von der VKB mit UnterstĂŒtzung durch externe Beratung eine Stakeholder-Befragung zu allen 16 Themengebieten durchgefĂŒhrt, um die Wichtigkeit der nachhaltig-keitsrelevanten Themen bei den Stakeholderinnen und Stakeholdern abzufragen.

     
    Mittels einer inside-out-Betrachtung (Sustainability Impact Assessment) wurde zusĂ€tzlich gemeinsam mit Nachhaltigkeitsexperten der Einfluss der VKB auf die Nachhaltigkeitsthemen hinsichtlich Ausmaß, Reichweite und Unumkehrbarkeit analysiert und bewertet.

    Weiters wurde mit einer outside-in-Betrachtung der finanzielle Einfluss (Finanzieller Impact) obiger Themen auf die VKB hinsichtlich des potenziellen Ausmaßes und deren Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert und bewertet.

    Aus der Kombination dieser drei Analysestreams wurden nachfolgende acht Nachhaltigkeitsthemen als wesentlich qualifiziert ĂŒber die im jĂ€hrlichen Nachhaltigkeitsbericht detailliert berichtet wird.

    DarĂŒber hinaus werden im Nachhaltigkeitsbericht das Thema „Ethik und Compliance“ wegen dem Bezug zum Nachhaltigkeits- und DiversitĂ€tsverbesserungsgesetz 2017 abgedeckt sowie ĂŒber das gesellschaftliche Engagement berichtet.

NACHHALTIGKEITSRELEVANTE THEMEN

Dimension Wesentliches Thema
GeschÀftsmodell und Produkte (1) RegionalitÀt
(2) Kundenzufriedenheit und Beschwerdemanagement
(3) Digitalisierung und Zugang zu Beratungs- und Bankdienstleistungen
(4) Finanzierung und Eigenmittelveranlagung
(5) Produktgestaltung und Vermarktung
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (6) Arbeitsbedingungen & Aus- und Weiterbildung
Umwelt (7) Energieverbrauch und Klimaschutz
Gesellschaft und Compliance (8) Datenschutz und Datensicherheit

Governance

Die VKB hat im Rahmen einer Governance festgelegt, welche GeschÀfte (TÀtigkeiten/Branchen) dem NachhaltigkeitsverstÀndnis widersprechen und daher von der VKB nicht getÀtigt werden.

  • Die VKB geht keine GeschĂ€ftsverbindung ein, bzw. distanziert sich von Branchen, Unternehmen, GeschĂ€ftspraktiken und LĂ€ndern, die aus ihrer Sicht dem VerstĂ€ndnis von Nachhaltigkeit klar widersprechen und negative Wirkungen fĂŒr Umwelt, Soziales und gute UnternehmensfĂŒhrung („ESG-Kriterien“) haben.           
    Dies gilt insbesondere fĂŒr das KreditgeschĂ€ft und den Ankauf von Wertpapieren zum Zwecke der Eigenveranlagung sowie analog fĂŒr den Ankauf von Wertpapieren fĂŒr Investmentfonds fĂŒr Kunden, bei denen die VKB als Anlageverwalter tĂ€tig ist (z.B: VKB-Dynamic).     

    Ausgeschlossene GeschÀfte sind (taxative AufzÀhlung):

    • Kunden aus ausgeschlossenen Branchen
      • Aggressives GlĂŒcksspiel (behördlich nicht erlaubt),
      • Drogen (Produktion und Handel mit Drogen, die in Österreich gesetzlich nicht zum Konsum zugelassen sind),
      • Handel mit geschĂŒtzten Tieren und Tierprodukten  
        Handel mit vom Aussterben bedrohten oder besonders geschĂŒtzten Tierarten (Washingtoner Artenschutzabkommen),
      • Herstellung und Vertrieb von gewaltverherrlichenden Videos und/oder Computerspielen,
      • Hochvolumen-Fracking und Förderung von Ölsanden,        
      • Konfliktmaterialien (Abbau und Produktion z.B. von Edelsteinen),
      • Pornographie und Prostitution,
      • Waffenproduktion und –handel (geĂ€chtete Waffen, MilitĂ€rgĂŒter;       
        zulĂ€ssig: Waffen fĂŒr Jagd und Sport, Personenschutz, Exekutive, österreichisches Bundesheer, NATO-Staaten).  
         
    • Kunden mit ausgeschlossenen TĂ€tigkeiten
      • Korrupte Wirtschaftspraktiken,
      • Verstoß gegen die Arbeitsrechte (Kinderarbeit, systematischer Verstoß gegen Mindestlöhne, Arbeitszeitregelungen, Sicherheit oder Gesundheit am Arbeitsplatz),
      • Verstoß gegen die Menschenrechte (Systematische Verletzung der Menschenrechte durch politische WillkĂŒr, Folter, EinschrĂ€nkung der PrivatsphĂ€re oder der Meinungs- oder Religionsfreiheit).     
         
    • Kunden mit SItz/Wohnsitz in ausgeschlossenen LĂ€nder
      • LĂ€nder, gegen die EU-Sanktionen verhĂ€ngt wurden.
      • LĂ€nder, die auf der EU-Liste der HochrisikolĂ€nder stehen (EU-VO 2020/855).
      • Dies gilt nicht fĂŒr Personen, die ĂŒber die österreichische StaatsbĂŒrgerschaft oder die StaatsbĂŒrgerschaft eines EU-Landes verfĂŒgen, sowie fĂŒr anerkannte FlĂŒchtlinge mit gĂŒltigem Aufenthaltstitel.

ORGANISATION DES NACHHALTIGKEITSMANAGEMENTS

Um die Bedeutung des Nachhaltigkeitsmanagements zu stĂ€rken und die kĂŒnftigen regulatorischen Vorgaben umzusetzen, hat die VKB sei 10/2021 die Position eines Nachhaltigkeitsverantwortlichen installiert.

  • Um die Bedeutung des Nachhaltigkeitsmanagements zu wĂŒrdigen und die regulatorischen Vorgaben umzusetzen, werden alle Vorhaben und Projekte mit Nachhaltigkeitsbezug seit 2021 im Vorstandssekretariat beim Nachhaltigkeitsverantwortlichen gebĂŒndelt.

    Der Nachhaltigkeitsverantwortliche koordiniert mit einem unterstĂŒtzenden Projektteam sĂ€mtliche Nachhaltigkeitsinitiativen und regulatorischen Umsetzungen und berichtet direkt an den Vorstand.

    Ziel des Nachhaltigkeitsmanagements ist es, in einem kontinuierlichen Prozess die Nachhaltigkeitsstrategie der VKB-Bank weiterzuentwickeln und systematisch Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung abzuleiten. Wesentliche Erfolgsfaktoren des Nachhaltigkeitsmanagements sind die Einbindung aller Funktions- und Fachbereiche sowie die Zuweisung von ESG-Verantwortlichkeiten innerhalb der VKB. RegelmĂ€ĂŸige Nachhaltigkeitszirkel (zumindest vierteljĂ€hrlich) dienen dem Informationsaustausch zwischen den Nachhaltigkeitsmanagern diverser Fachbereiche und der Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda.

JĂŒrgen Riegler

MMag. JĂŒrgen Riegler
Nachhaltigkeitsverantwortlicher der VKB

NACHHALTIGKEIT/ESG IN DER VKB

ESG

Wir sind stolz darauf, in den Regionen, in denen wir tĂ€tig und zu Hause sind, konkrete und relevante BeitrĂ€ge zu leisten. Die VKB ist ein verlĂ€sslicher Partner, der sich aktiv fĂŒr nachhaltige Entwicklung und positives Wachstum einsetzt – auch im Sinne der ESG:
 

  • Environment (Umwelt): umfasst das nachhaltige, ökologische Handeln innerhalb des Unternehmens zum Schutz der Umwelt. Dabei geht es beispielsweise um Umweltverschmutzung, UmweltgefĂ€hrdung, Treibhausgasemissionen, Abfallmengen und Energieeffizienz.
     
  • Social (Soziales): beschreibt den Umgang mit den Mitarbeitenden sowie Initiativen fĂŒr die Gesellschaft. Dazu zĂ€hlen beispielsweise die Einhaltung von Standards zu Arbeitnehmerschutz, Gesundheit und DiversitĂ€t.
     
  • Governance (gute UnternehmensfĂŒhrung): beschreibt eine nachhaltige UnternehmensfĂŒhrung, die insbesondere Steuerungs- und Kontrollprozesse sowie die Vermeidung von Korruption umfasst.
VKB Zukunftskonto

Sozial und ökologisch: das VKB-Zukunftskonto

Mit den Einlagen des grĂŒnen, nachhaltigen Gehaltskontos der VKB werden ausschließlich grĂŒne, nachhaltige – das heißt taxonomiekonform im Sinne der Verordnung (EU) 2020/852 – Kredite der Region finanziert. Die papierlose Kontoeröffnung und KontofĂŒhrung sowie die Debitkarte aus 99,9 Prozent Recycling-PVC runden das VKB-Zukunftskonto ab. Das VKB-Zukunftskonto ist mit dem Österreichischen Umweltzeichen (UZ 49) zertifiziert.

Familienfreundlicher Arbeitgeber

Familienfreundlicher Arbeitgeber

Die VKB fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und hat auch das staatliche GĂŒtezeichen fĂŒr eine familienfreundliche Personalpolitik im Rahmen des Audits berufundfamilie erhalten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der flexiblen Gestaltung der Arbeitsbedingungen und -zeiten sowie weiteren familienfreundlichen Maßnahmen und Initiativen.

BEISPIELE FÜR GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

Mit ihrem gesellschaftlichen Engagement will die VKB einen freiwilligen Beitrag zu einer nachhaltigen ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung in der Region leisten. Die UnterstĂŒtzung vielfĂ€ltiger Projekte in Sport, Kultur und Bildung sowie gemeinnĂŒtziger Initiativen und Vereine oder karitatives Engagement fĂŒr Menschen in Not sind Ausdruck der gelebten sozialen Verantwortung.

Gesellschaftliches Engagement
    • OÖ. Stiftskonzerte          
      Gemeinsam mit dem Land Oberösterreich unterstĂŒtzt die VKB schon im bereits 50. Jahr die OÖ. Stiftskonzerte als Hauptsponsorin seit der GrĂŒndung der Stiftskonzerte. Jedes Jahr gibt es im Sommer in den Stiften Oberösterreichs beste Musik und Weltklassemusiker zu erleben. Damit leistet die VKB einen fĂŒr die Region Oberösterreich wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der heimischen Kulturlandschaft.    
       
    • Sponsoring der Steinbach Black Wings und des DTM-Champions Thomas Preining          
      Das oberösterreichische Eishockeyteam Steinbach Black Wings Linz und der oberösterreichische DTM-Champion Thomas Preining sind zwei Beispiele dafĂŒr, wie man mit Fleiß, Zielstrebigkeit und einem starken Leistungsgedanken ĂŒber die oberösterreichische Heimat hinaus Erfolge erzielen kann, die andere Menschen inspirieren. Diese Werte unterstĂŒtzt die VKB mit ihrem Sponsoring und ĂŒbernimmt damit auch gesellschaftliche Verantwortung.
       
    • TOPtalent 2023
      Auch 2023 fand die große TOPtalent-Wahl statt. Gemeinsam mit dem Oberösterreichischen Volksblatt und weiteren Partnern zeichnete die VKB Oberösterreichs Spitzentalente im Sport aus. Die Gewinner dieser PrĂ€mierung werden auch weiterhin durch die VKB unterstĂŒtzt, indem sie oft in das VKB-Junior-Sportteam integriert werden.      
       
    • Premium-Partner von Start Up Sport     
      Im Sport wie in den Finanzen braucht es persönliche Ausdauer und Disziplin sowie Menschen, die einem zur Seite stehen. Und im Sport wie in den Finanzen gilt: Je frĂŒher man sich ein Ziel setzt, desto besser erreicht man es. Deshalb unterstĂŒtzte die VKB auch 2023 als Premium-Partnerin von Start Up Sport oberösterreichische Jungsportlerinnen und Jungsportler von Beginn an. Mit der Förderung junger, leistungsorientierter Einzelsportler nimmt die VKB ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und begleitet Athleten auf ihrem Weg an die Spitze und darĂŒber hinaus.
       
    • Weitere Sponsorings und Partnerschaften im Sportbereich fanden mit dem Rotax Maxdome (E-Kart-Racing) oder Nachwuchsfußballcamps statt.
       
    • Der VKB-Wisseenschaftspreis
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      Acht Arbeiten aus dem Bank- und Genossenschaftswesen wurden 2023 mit dem mit insgesamt 10.500 Euro dotierten VKB-Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Die VKB-Genossenschaftsstiftung Dr. Pfeifauf (gegrĂŒndet vom ehemaligen Generaldirektor der VKB Dr. Otto Pfeifauf) setzte mit der Verleihung des Preises bereits zum 29. Mal ein Zeichen und wĂŒrdigte das Engagement herausragender Wissenschafter aus den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und unterstrich damit die wesentliche Rolle der Werte Erfolg und Leistung fĂŒr die positive Entwicklung von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft.

BEISPIELE FÜR UMWELT-ENGAGEMENT

Die VKB bekennt sich in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie dazu, den notwendigen Betriebsmittel- und Energieverbrauch fĂŒr den laufenden Unternehmensbetrieb möglichst effizient zu gestalten und das Klima zu schĂŒtzen

Umwelt-Engagement
  • Beim Einsatz von Heizenergie wird in der Reihenfolge FernwĂ€rme – Erdgas – elektrische Energie entschieden. Bereits im Jahr 2020 wurden an allen VKB-Standorten Heizanlagen mit Ölbetrieb ausgeschieden, die Öltanks abgebaut und fachgerecht entsorgt sowie durch umweltfreundlichere Heizanlagen ersetzt.

    In der VKB wird sĂ€mtlicher Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen bezogen. Maßnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs werden laufend geprĂŒft und bei Vorlage von Amortisationszeiten je nach Art und Lebensdauer des Investments umgesetzt.

    Zur grĂŒnen Stromproduktion wurde bereits 2021 eine Fotovoltaikanlage am VKB-Standort Betriebszentrum Linz mit 20,0 KWp Systemleistung errichtet und 2023 um 13,8 KWp auf gesamt 33,8 KWp erweitert. Beim Neubauprojekt VKB-Park Mercurius/Wels wurden 2023 drei Photovoltaikanlagen mit insgesamt 68,5 KWp in Betrieb genommen.

    Energiesparende LED-Beleuchtungstechnik kommt generell bei grĂ¶ĂŸeren VKB-Bauvorhaben zum Einsatz. Auch bestehende Beleuchtungsanlagen werden unter Beachtung von Amortisationszeiten sukzessive auf diese effiziente Beleuchtungstechnik umgerĂŒstet.

    Bei der Erneuerung des Fuhrparks der VKB-Bank wird bereits seit Jahren auf einen geringen CO2-Ausstoß geachtet, insbesondere werden Fahrzeuge mit Elektroantrieb forciert, soweit vom Einsatzradius vertretbar.

    Der Energieverbrauch fĂŒr Strom, HeizwĂ€rme/Warmwasser und Dienstautos wird gemonitort.

    Die VKB bemĂŒht sich durch die Digitalisierung von Arbeitsprozessen und geĂ€ndertes Arbeitsverhalten den Papierverbrauch zu reduzieren. Die Einstellung sĂ€mtlicher Multifunktionsdrucker auf doppelseitigen Ausdruck ist Standard. Noch vereinzelt bestehende Arbeitsplatzdrucker werden sukzessive abgebaut und nicht nachbeschafft. FĂŒr die verbliebenen Drucknotwendigkeiten werden umweltvertrĂ€gliche PapierqualitĂ€ten verwendet. DarĂŒber hinaus wird das Altpapier des VKB-Konzerns lĂŒckenlos gesammelt und zentral einer Wiederverwertung zugefĂŒhrt. Interessant ist, dass die Entsorgungsmenge in den vergangenen Jahren stets deutlich höher ist, als der aktuelle jĂ€hrliche Papierverbrauch. Dies hĂ€ngt vor allem mit der Entsorgung von Altunterlagen zusammen, die nach mehrjĂ€hriger Aufbewahrung unter anderem wegen Ablauf der siebenjĂ€hrigen buchhalterischen Mindestaufbewahrung und aufgrund von Übersiedlungen nicht mehr benötigt werden. Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung verringert sich zudem insgesamt die Papierablage und in der Folge die Altpapierentsorgung.

    Energieverbrauch und Papierverbrauch

CO2-FOOTPRINT

Der CO2-Footprint des VKB-Konzerns wurde in Anlehnung an das GHG Protocol (Greenhouse Gas Protocol) berechnet. Die in den CO2-Äquivalenten abgebildeten Treibhausgasemissionen umfassen: Kohlendioxid/CO2, Methan/CH4, Stickstoffdioxid/N2O, Fluorkohlenwasserstoffe/HFCs, perfluorierte Kohlenwasserstoffe/PFCs und Schwefelhexafluorid/SF6.

  • Der CO2-Footprint besteht aus drei Berechnungsebenen: Scope 1, Scope 2 und Scope 3.

    Der Scope 1 beinhaltet die direkten Treibhausgasemissionen.

    Der Scope 2 erweitert den Betrachtungsumfang um die indirekten Treibhausgasemissionen. Dabei werden die Emissionen aus dem zugekauften Strom und der bezogenen FernwĂ€rme mitberĂŒcksichtigt. Obwohl die VKB ausschließlich zertifizierten Strom aus erneuerbaren Energien zukauft, fallen bei der Stromerzeugung geringfĂŒgige Emissionen aus der Verbrennung von Biomasse und Biogas an. Diese Emissionen wurden anhand des tatsĂ€chlich zugekauften Stroms entsprechend des deklarierten Technologie-Erzeugungsmixes (market-based) berechnet und ergeben einen Wert von 40,6 Tonnen (Vorjahr: 44,1 Tonnen) CO2-eq-Emissionen. Der Vergleichswert fĂŒr konventionell zugekauften Strom mit durchschnittlichem österreichischen Erzeugungsmix (location-based) liegt bei 421,5 Tonnen (Vorjahr: 438,9 Tonnen) CO2-eq-Emissionen. Somit konnte die VKB durch den bewussten Ankauf von zertifiziertem Strom aus erneuerbaren Energien im Jahr 2023 knapp 400 Tonnen CO2-eq-Emissionen vermeiden.

    Außerdem wurde erstmals der Scope 3 dargestellt, indem vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsketten fĂŒr den Energiebezug und die eigenen Dienstfahrzeuge quantifiziert wurden, sowie die MitarbeitermobilitĂ€t miteinbezogen. Dazu wurden die Arbeitswege sĂ€mtlicher VKB-Mitarbeiter zur und von der VKB-ArbeitsstĂ€tte in einer Mitarbeiterumfrage erhoben. Ferner wurden die finanzierten Emissionen des Aktivportfolios, die bei einem Kreditinstitut stets den ĂŒberwiegenden Anteil des CO2-Footprints ausmachen, quantifiziert und eingerechnet.

    Die jeweiligen Emissionsfaktoren fĂŒr Scope 1, 2 und 3 wurden vom österreichischen Umweltbundesamt und von ecoinvent aus ZĂŒrich/Schweiz (Stand: November 2023) ĂŒbernommen.

    Der Carbon Footprint (Scope 3) des VKB-Konzerns zeigt fĂŒr 2023 das fĂŒr Kreditinstitute typische Bild. Die direkten/indirekten Treibhausgasemissionen aus dem Bankbetrieb – selbst unter BerĂŒcksichtigung der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette – von 11.401,9 Tonnen CO2-Äquivalente sind um ein Vielfaches geringer als die finanzierten Treibhausgasemissionen von 341.328,7 Tonnen CO2-Äquivalenten bei den Kunden.

    Carbon (CO2) - Footprint des VKB-Konzerns

    Weitere Details sind im Nachhaltigkeitsbericht ersichtlich.

BEISPIELE FÜR SOCIAL-ENGAGEMENT

Ein wichtiger Bestandteil sozialer Nachhaltigkeit ist die WertschĂ€tzung von DiversitĂ€t sowie das Ermöglichen von gleichen Chancen fĂŒr alle Mitarbeitenden, unabhĂ€ngig von deren Geschlecht, Alter, kulturellem Hintergrund, NationalitĂ€t oder sexueller Orientierung.

Social-Engagement
  • Durch ein aktives Adressieren des Themas in der FĂŒhrung und der Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen kann die Chancengleichheit fĂŒr Alle gefördert und das volle Potenzial des Arbeitsmarkts genutzt werden.

    Frauenanteil im Vorstand per 31.12.2023: 33,3 % (Vorjahr: 33,3 %).
    Frauenanteil im Aufsichtsrat per 31.12.2023: 50,0 % (Vorjahr: 41,7 %).
    Frauenanteil in der zweiten FĂŒhrungsebene per 31.12.2023: 20,0 % (Vorjahr: 22,2 %).

    Bereits 2021 unterzog sich die VKB der Auditierung „berufundfamilie“ und erhielt das staatliche GĂŒtesiegel (gĂŒltig bis 2024), welches das Unternehmen als familienfreundlichen Arbeitgeber ausweist.

    Weitere Details sind im Nachhaltigkeitsbericht ersichtlich.

NICHTFINANZIELLER Bericht

Seit 2018 veröffentlicht die VKB fĂŒr das abgelaufene GeschĂ€ftsjahr einen Nachhaltigkeitsbericht (Nichtfinanzieller Bericht) Darin wird dokumentiert, wie sich nachhaltiges Handeln in der VKB kontinuierlich entwickelt.

  • Die VKB erstellt diese nichtfinanzielle ErklĂ€rung (den Nachhaltigkeitsbericht) als gesonderte ErklĂ€rung gemĂ€ĂŸ § 243b des Unternehmensgesetzbuchs. Diese ErklĂ€rung bezieht sich in gleicher Weise auf die VKB als Einzelinstitut wie auf den VKB-Konzern.

    Die VKB hat sich im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung fĂŒr die Anlehnung an den internationalen Standard der GRI („Global Reporting Initiative“) entschieden.

    Der Nichtfinanzielle Bericht  ist Teil des jĂ€hrlich herausgegebenen GeschĂ€ftsberichts und enthĂ€lt Angaben zum VerstĂ€ndnis des GeschĂ€ftsmodells, der Lage der Bank und im Wesentlichen zu den Auswirkungen der TĂ€tigkeit der Bank auf die Gesellschaft, Mitarbeiter und Umwelt.

    GeschÀftsberichte des VKB-Konzern

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Nachhaltigkeit ist fĂŒr uns mehr als ein Begriff – es ist eine Lebenseinstellung, die aus der Verantwortung fĂŒr unsere Heimat erwachsen ist. Auch deshalb bieten wir Ihnen Betreuungs-, Dienstleistungs-, Finanzierungs-, und Veranlagungsprodukte, die aus unserem nachhaltigen GrundverstĂ€ndnis gewachsen sind. Kontaktieren Sie einfach unsere Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer und lassen Sie sich persönlich ĂŒber unser VerstĂ€ndnis von Nachhaltigkeit informieren.