Nachhaltigkeit bedeutet auch ZukunftsfÀhigkeit

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Nachhaltigkeit bedeutet auch ZukunftsfÀhigkeit

Nachhaltigkeit bedeutet auch ZukunftsfÀhigkeit
Christian Burger, CPM, Leiter Veranlagung der VKB-Bank und Mag. Alexander Seiler, VKB-Vorstandsdirektor (vlnr)

„Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Schlagwort oder eine Verpflichtung, es ist uns ein inneres Anliegen. Denn Nachhaltigkeit bedeutet, Verantwortung fĂŒr die Region zu ĂŒbernehmen und Entscheidungen nicht zulasten Dritter oder nachfolgender Generationen zu treffen“, so VKB-Vorstandsdirektor Alexander Seiler. Im GesprĂ€ch verrĂ€t er, was Nachhaltigkeit fĂŒr die VKB-Bank und fĂŒr ihn persönlich bedeutet und was seine Definition davon ist.

Nachhaltigkeit bedeutet auch ZukunftsfÀhigkeit
Investmentdinner "Nachhaltig Gewinne erwirtschaften" der VKB-Bank: Christian Burger, CPM, Leiter Veranlagung der VKB-Bank, Oliver Fischer, Leiter ESG-Vertrieb H&A Global Investment Management GmbH, Prof. Dr. Helmut Pernsteiner, JKU Linz, Mag. Alexander Seiler, VKB-Vorstandsdirektor (vlnr)

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist heutzutage ein oft verwendeter Begriff, den man sich gerne anheftet, selten aber wirklich lebt. Was genau bedeutet es fĂŒr Sie und die VKB-Bank, wenn Sie von „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltigem Handeln“ sprechen?

„Nachhaltigkeit“ und „nachhaltiges Handeln“ hat in der VKB-Bank seit dem GrĂŒndungsjahr eine sehr hohe Bedeutung. Mit unseren genossenschaftlichen Wurzeln ist es uns seit jeher, aktuell und auch in Zukunft ein Anliegen, dass wir unsere Kundinnen und Kunden, die Menschen und Unternehmen in Oberösterreich, in ihrer UnabhĂ€ngigkeit und SelbststĂ€ndigkeit sowie ihre positive wirtschaftliche Entwicklung und ihre Ziele unterstĂŒtzen. Und aus meiner Sicht noch ein wichtiger Punkt in der Nachhaltigkeit: Dass wir die Menschen in Oberösterreich auch ein StĂŒck weit glĂŒcklicher machen. Denn ich glaube, dass GlĂŒck ohne Nachhaltigkeit nicht geht.

Inwiefern hĂ€ngen GlĂŒck und Nachhaltigkeit Ihrer Meinung nach zusammen?

Ich selbst bin schon Großvater von zwei Enkelsöhnen und meine Familie und ich könnten uns nicht als glĂŒcklich sehen, wenn wir wissen, dass wir unseren Nachkommen etwas hinterlassen, das sie belasten wird und sozusagen ihr GlĂŒck verhindern wĂŒrde. Und damit sind wir wieder bereits beim Thema der Nachhaltigkeit angelangt: Nichts zu Lasten nachfolgender Generationen zu machen.

Wie wĂŒrden Sie den Begriff  „Nachhaltigkeit“ demnach definieren?

Wir definieren „nachhaltiges Handeln“ gerne als Verantwortung zu ĂŒbernehmen, fĂŒr die Region, fĂŒr die Umwelt und auch fĂŒr nachfolgende Generationen. Die fĂŒr mich treffendste Definition ist daher, dass ich Nachhaltigkeit sehr gerne mit ZukunftsfĂ€higkeit ĂŒbersetze. FĂŒr uns als VKB-Bank geht es darum, dass wir nicht auf Kosten der nachfolgenden Generationen handeln, sondern unser Handeln auch immer unter dem Gesichtspunkt einer kritischen Beurteilung betrachten, welche Auswirkungen es fĂŒr die nachkommenden Generationen hat. Dabei beinhaltet unser Handeln einerseits wie wir das KundengeschĂ€ft verstehen, andererseits aber eben auch, wie wir mit den Ressourcen umgehen und unser Banking betreiben. Auch die Auswahl unserer Partnerinnen und Partner und wie diese mit dem Thema Ressourcen, Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit umgehen zĂ€hlt hier dazu. Nachhaltigkeit ist fĂŒr uns folglich keine Modeerscheinung. FĂŒr uns ist das die Grundlage unseres Handelns.

Ist auch von Kundenseite eine wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten spĂŒrbar?

Wir wissen, dass es vielen unserer Kundinnen und Kunden wichtig ist, dass sie nicht nur ihre Veranlagungsziele erreichen, sondern vor allem auch wie sie diese erreichen. Daher spielen bei der Entscheidung, welches Anlageprodukt man auswĂ€hlt, neben den rein wirtschaftlichen Faktoren auch Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie soziale Faktoren eine Rolle. Denn es geht nicht nur darum, nachhaltig Gewinne zu erzielen, sondern auch darum, nachhaltig positive Ergebnisse zu erwirtschaften. Es geht folglich nicht nur um „was möchte ich erwirtschaften“, sondern auch sehr stark darum, „wie möchte ich das erreichen“. Und dieses „wie“ ist in der Nachhaltigkeit ein zentraler Punkt.

Nachhaltigkeit bedeutet auch ZukunftsfÀhigkeit
Investmentdinner "Nachhaltig Gewinne erwirtschaften" der VKB-Bank: Christian Burger, CPM, Leiter Veranlagung der VKB-Bank, Prof. Dr. Helmut Pernsteiner, JKU Linz, Dr. Alexandra Kroll, Ökotoxzentrum, Prof. Dr. Hans-Rudolf Schalcher, Eidg. Technische Hochschule, Prof. Dr. Tanja Krones, UniversitĂ€t ZĂŒrich / UniversitĂ€tsspital, Prof. Dr. Wilhelm Guggenberger, UniversitĂ€t Innsbruck, Mag. Alexander Seiler, VKB-Vorstandsdirektor (vlnr)

Wie spiegelt sich das in der Produktwelt wider?

In der Produktwelt, wie unter anderem im Veranlagungsbereich, ist es uns sehr wichtig, dass wir unsere Kundinnen und Kunden beim Thema „nachhaltige Geldanlagen“ unterstĂŒtzen können. Wir haben hier Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten in der Abteilung fĂŒr Veranlagung, die sich im speziellen mit dem Thema befassen und dementsprechend qualifiziert sind. Es ist uns hier auch ein Anliegen, dass wir eine kritische und unabhĂ€ngige Produktauswahl nach strengen Auswahlkriterien gewĂ€hrleisten können. Wir bedienen uns hier internen, aber auch externen Expertenanalyse-Partnern. Dabei wird laufend ĂŒberprĂŒft, ob sie den Anforderungen in Richtung eines nachhaltigen Investments noch genĂŒgen. Ebenfalls betrachten wir unsere Veranlagungsprodukthersteller dahingehend, ob sie ihre QualitĂ€tsstandards entsprechend zertifizieren lassen.

Ich möchte hier aber den Bogen der Nachhaltigkeit ein bisschen weiter spannen. Es betrifft eben nicht nur den nachhaltigen Veranlagungsbereich, sondern auch den Bereich der Kredite. Wir sehen uns sehr genau an, welche Projekte mit Krediten der VKB-Bank finanziert werden. Wir sind ja „Banking geht auch anders“ und „Regional beim Kapital“ dem regionalen Geldkreislauf verpflichtet und wir fĂŒhlen uns daher auch verpflichtet, mit diesen Einlagen sinnvolle Projekte in der Region zu finanzieren und zu unterstĂŒtzen.

Inwiefern deckt sich das mit „Banking geht auch anders“?

Eben genau in diesem Punkt. Banking ist nicht nur der eng fokussierte Blick auf den materiellen Gewinn, sondern dass man den Begriff „Banking“ viel weiter fassen muss. Es geht auch um positive Ergebnisse und diese nicht zu Lasten anderer zu erzielen. Man muss entsprechend fair und mit RĂŒcksichtnahme auf andere handeln – ein wichtiger Aspekt von Nachhaltigkeit.

Wie sieht ihr Wunsch fĂŒr die Zukunft in Bezug auf „Nachhaltigkeit“ in der VKB-Bank aus?

Ich denke, dass die Basis, die wir gelegt haben, die wir auch in unserem SelbstverstĂ€ndnis zum Ausdruck bringen, dass nĂ€mlich regionale Verantwortung und nachhaltige Entwicklung im Zentrum unseres positiven Handelns, unserer positiven BeitrĂ€ge fĂŒr die Region stehen, bestehen bleiben. Dies auch in kĂŒnftigen Entscheidungen in der Ausrichtung des GeschĂ€fts, das wir als unabhĂ€ngige Regionalbank, als Banking in einer Kunden- und Werteorientierung verstehen, indem wir die Verbundenheit in der Region in der wir leben und arbeiten, zu dokumentieren – das wird auch weiterhin die höchste PrioritĂ€t haben.