Wasser auf die Mühlen - wie ein Hidden Champion mit der VKB international erfolgreich ist
Direkt an der Großen Mühl, in Oberfeuchtenbach, liegt ein Unternehmen, das weltweit für Energie sorgt: WWS Wasserkraft. Die VKB und WWS bündeln ihre Kräfte im Exportgeschäft.

Oberfeuchtenbach an der Großen Mühl ist ein echt symbolischer Ort, denn dort baut WWS Kleinwasserkraftwerke mit bis zu 10 MW Leistung. Kraftwerke, die in aller Welt gefragt sind. Dabei fing alles klein an, und die Idee war anfangs eine gänzlich andere.
„Wir haben vor 20 Jahren zu dritt gegründet, weil es kein Unternehmen gab, das ordentliche Reparaturen für kleine Wasserkraftwerke anbot", erzählt WWS-Geschäftsführer Christoph Wagner. Der Plan, eine kleine Manufaktur zu betreiben, wurde bald verworfen, denn WWS erkannte das Potenzial. „Wir starteten mit zwei Kunden, jetzt liefern wir auf alle Kontinente dieser Welt. Dabei mussten wir uns erst einmal auf dem Heimmarkt behaupten, denn gerade in Österreich sitzt der schärfste Mitbewerb."
Auf allen Kontinenten
WWS unterscheidet sich von diesem mit einer größtmöglichen Produktionstiefe. „Wir können nicht nur Turbinen bauen, sondern den gesamten Stahlwasserbau und die Hydraulik abdecken. Wir bauen die Steuerungen selbst, entwickeln und programmieren sie und sogar die Schaltschränke sind aus eigener Produktion. Wir sind einer der wenigen, die in Österreich eine Komplettanlage herstellen können." „Nebenbei" hat WWS noch ein eigenes Planungsbüro, das von der ersten Skizze bis zur Abnahme durch die Behörde alle Schritte anbieten kann. Und diese Bewilligungsverfahren können dauern, vor allem in Österreich: „Vor 30 Jahren habe ich für die Bewilligung einer Wasserkraftanlage 2,5 Monate benötigt und es gab zwölf Auflagen. Heute braucht man 2,5 Jahre und es gibt 200 Auflagen." Dieser „akademisierte Wahnsinn" verhindert grüne Energie. „Der Hausverstand hat sich verabschiedet", ist Wagner enttäuscht. „Es ist auch in anderen Ländern nicht immer einfach, aber es wird nirgendwo sonst so übertrieben."
Das Potenzial ist noch lange nicht gehoben. Länder wie die Türkei könnten sich mit Kleinwasserkraft sogar selbst versorgen und das ohne große Natureingriffe.
Christoph Wagner Geschäftsführender Gesellschafter WWS Wasserkraft
Partnerschaft mit Energie
Apropos „Alle Welt": Es war vor allem das Know-how bei Exportgeschäften, das Christoph Wagner zum VKB-Kunden werden ließ. „Ich hatte gleich ein gutes Gefühl. Die VKB ist noch sehr nahe am Kunden und man erreicht die richtigen Mitarbeiter. Ein Unternehmen wie unseres braucht natürlich Exportfinanzierungen und Garantien", erklärt WWS-Geschäftsführer Christoph Wagner. Asien, GUS-Staaten, USA – für jeden Markt gibt es spezifische Anforderungen. „Die VKB verfügt in diesem Bereich über umfassende Erfahrung und findet auch für komplexe Exportvorhaben passende Lösungen." Rosemarie Pleschke, Bereichsdirektorin Corporate Finance Team der VKB: „Es hat sofort die Chemie gestimmt. Kleine Banken wären mit den Anforderungen der WWS überfordert, großen Banken hingegen ist die WWS zu klein. Wir können die Anforderungen erfüllen, weil wir immer nahe dran sind. Das beschleunigt unsere Arbeit enorm."
Wir suchen das Beste heraus und helfen bei der Umsetzung.
Rosemarie PleschkeBereichsdirektorin Corporate Finance Team der VKBFörderungen: Oft unterschätzt, selten ausgeschöpft
Viele Unternehmen verschenken regelmäßig fünf- bis sechsstellige Beträge – schlicht, weil sie von Fördermöglichkeiten nichts wissen. „Wir suchen das Beste heraus und helfen bei der Umsetzung. Oft kommt es auf Kleinigkeiten an. Wenn die nicht passen, kann das Unternehmen um seine Förderung fallen", so Pleschke. Die VKB analysiert Bundes-, Landes- und EU-Förderstellen und kombiniert strategisch: Zuschüsse, Zinsförderungen, Haftungen, OeKB-Exportkredite oder Green Invest für nachhaltige Projekte. Darüber hinaus sorgt sie mit passenden Zwischenfinanzierungen dafür, dass Unternehmen auch bei zeitversetzten Förderauszahlungen finanziell handlungsfähig bleiben.