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Die VKB-Bank stÀrkt Frauen in ihrer Selbstbestimmung mit Tipps zur Pensionsvorsorge

Eine Frau leistet in ihrem Leben zu einem großen Teil unbezahlte Arbeit. Darunter fĂ€llt die Kindererziehung, der Haushalt, die Betreuung der pflegebedĂŒrftigen Angehörigen. Rund 64% der gesamten Arbeitszeit von Frauen ist also ohne finanzielle Leistung. Zu einem geringen Teil wird die Kindererziehung fĂŒr die Pension angerechnet, auch wenn in diesem Zeitraum keine PensionsbeitrĂ€ge bezahlt werden. 

Gastartikel von Finanz- und Versicherungsexperten Stefan Moser:

Stefan Moser

Aufgrund der Kindererziehung oder Pflege muss eine Frau oft auf eine TeilzeitbeschĂ€ftigung zurĂŒckgreifen oder ihr ist es gar nicht mehr möglich ein DienstverhĂ€ltnis einzugehen (Stichwort 24h Pflege). ZusĂ€tzlich kommt noch, dass eine gĂŒnstige, ganztĂ€tige Kinderbetreuung leider immer noch nicht flĂ€chendeckend angeboten wird. Eine externe 24h Pflege ist fĂŒr viele Familien finanziell gar nicht leistbar. Das heißt, ihr sind oft die HĂ€nde gebunden, die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie ist also eine nicht umsetzbare Situation.
Hat sie die Möglichkeit einer TeilzeitbeschĂ€ftigung nachzugehen, ist es trotzdem finanziell gesehen ein großer Nachteil, da nur geringe BeitrĂ€ge auf das Pensionskonto wandern. 
FrĂŒher war eine TeilzeitbeschĂ€ftigung zur Berechnung der Pension nicht vollschlagend betreffend, da nur die letzten 15 Erwerbsjahre zur Berechnung herangezogen wurden. Heute sieht die Sachlage schon anders aus da zur Berechnung der Alterspension der Durchschnitt der letzten 40 Beitragsjahre herangezogen werden.
 

Nur um sich einmal bewusst zu werden, welche finanziellen Einbußen das oft mit sich bringt: 
Laut der Pensionsversicherungsanstalt liegt die durchschnittliche Alterspension einer Frau in Oberösterreich bei ca. € 1.011,- Brutto (Stand Dezember 2017), bei MĂ€nnern bei ca. € 1.873,- Brutto

 

Was kann man gegen eine drohende Armut im Alter also nun tun?

Rechtzeitig vorsorgen ist die Devise:
Wir raten, sich schon frĂŒhzeitig um eine bessere Pension zu kĂŒmmern. 

Tipps:

  • Bei TeilzeitbeschĂ€ftigung jede Möglichkeit zur Aufstockung nĂŒtzen
  • Statt Stunden zu reduzieren eine Verlagerung der Arbeitszeit prĂŒfen
  • Auch wĂ€hrend der Kindererziehung erwerbstĂ€tig bleiben
  • Möglichkeit der VerĂ€nderung von Elternteilzeit zur Stundenaufstockung nĂŒtzen
  • Mit dem Partner gemeinsam die Elternteilzeit nĂŒtzen
  • Pensionssplitting mit dem Partner vereinbaren (ErklĂ€rung anbei)
  • Schul- und Studienzeiten nachkaufen (wenn finanziell möglich)
  • Freiwillige Höherversicherung
  • Private Pensionsvorsorge
  • Betriebliche Vorsorge nutzen

Was ist Pensionssplitting?

FĂŒr die Jahre der Kindererziehung gibt es die Möglichkeit, dass Eltern ein freiwilliges Pensionssplitting vereinbaren. Dabei wird ein Teil der Kontogutschrift des erwerbstĂ€tigen Elternteiles an den Erziehenden ĂŒbertragen. Dadurch reduziert sich teilweise der finanzielle Verlust des haupterziehenden Elternteils.
Teilgutschriften sind im Zeitraum vom Jahr der Geburt des Kindes bis zum Alter von 7 Jahren möglich. Sind mehrere Kinder geboren worden, sind Übertragungen fĂŒr maximal 14 Kalenderjahre möglich. Die Höhe begrenzt sich auf maximal 50% der Teilgutschrift aus der ErwerbstĂ€tigkeit, jedoch nur bis zur Jahreshöchstbeitragsgrundlage.
 

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