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So können Sie Ihr Depot absichern von Christian Steiner

Zur Absicherung von Aktiendepots gegen drohende Kursverluste gibt es verschiedenste Strategien. Doch diese bergen auch Risiken und haben ihre Tücken!

Stopp-Loss-Order

Mit einer Stopp-Loss-Order bestimmt ein Anleger einen Stopp-Kurs unterhalb der aktuellen Notierung, bei der ein Verkaufsauftrag für ein Wertpapier ausgelöst werden soll. Somit kann ein Kunde bereits erzielte Gewinne absichern. Beachten Sie dabei aber bitte Folgendes: Der auswählte Stopp-Kurs stellt keine Kursgarantie dar. Erreicht der Kurs die angegebene Stopp-Marke, wird aus dem Stopp-Loss-Auftrag automatisch eine Bestens-Order. Somit kann der Verkaufskurs auch deutlich unter oder im besten Fall über der gesetzten Stopp-Loss-Marke liegen. Insbesondere bei volatilen Börsenphasen oder bei marktengen Werten kann ein Stopp-Loss-Limit zu deutlich niedrigeren Verkaufskursen führen als gewünscht. Darüber hinaus ist das Stopp-Loss-Limit nicht für alle Wertpapierarten und Börsen anwendbar.

Short-Produkte

Unter dem Begriff „Shorten" versteht man, das Wetten auf einen Kursrückgang. Vereinfacht gesagt: Diese Produkte steigen wenn beispielsweise Aktienkurse fallen. So kann etwa ein Anleger über Optionsscheine oder spezielle Zertifikate zumindest einen Teil seiner Verluste wieder ausgleichen. Je nach Ausprägung können Short-Produkte über eine enorme Hebelwirkung verfügen. Somit kann ein Anleger bereits mit geringen Beträgen hohe Kursgewinne erzielen. Andererseits können solche Produkte auch zum Totalverlust führen.
Bei einer Absicherung mit Short-Produkten sollte man auch immer die Zusammen-setzung des Portfolios berücksichtigen. So ist es kaum möglich, den Verlust des Depots durch Short-Produkte, 1:1 zu kompensieren. Auch die Kosten solcher Produkte sollten immer bedacht werden. Short-Strategien können somit zwar Kursverluste abfedern, aber nicht vollständig verhindern. Darüber hinaus sind diese Produkte nur für Kunden mit einer hohen Risikoneigung geeignet, da auch ein Totalverlust nicht ausgeschlossen ist.

Beimischung von Managed Futures

Die Bezeichnung „Managed Futures“ fasst Anlagestrategien zusammen, die weltweit in börsennotierte Finanz-, Rohstoff- und Devisen-Futures investieren, und versuchen von den Trends der jeweiligen Märkte zu profitieren. Dabei kann auf steigende als auch fallende Märkte spekuliert werden. Wichtig ist dabei in der Regel, dass ein ausgeprägter Trend vorliegt. Ziel solcher Produkte ist es, in allen Marktphasen Gewinne zu erzielen. Zu den Risiken solcher Produkte zählen oftmals mangelnde Transparenz, hohe Kosten und eine erhöhte Volatilität.  Managed Futures können für chancenorientierte Kunden dennoch einen wichtigen Veranlagungsbaustein darstellen.

Fazit: Man kann mit zahlreichen Mitteln versuchen, ein Wertpapierdepot vor Verlusten zu schützen. Für den Großteil der Anleger wird vor allem die Stopp-Loss-Order in Frage kommen. Für Kunden mit der entsprechenden Risikoneigung und dem nötigen Know-How können auch Short-Produkte oder Managed Futures eine Alternative darstellen.
Dennoch sollte ein breit gestreutes, auf die Risikoneigung und den Anlagehorizont des Kunden zugeschnittenes Wertpapierdepot für langfristig orientierte Anleger die beste Absicherung darstellen. Verlustphasen „auszusitzen“ hat sich in der Vergangenheit meist bewährt.
 

Risikohinweis: Die Veranlagung in Wertpapiere ist mit Risiken verbunden, bitte beachten Sie diesbezüglich unseren allgemeinen Risikohinweis. Sie finden diesen hier.