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Marktausblick 2019

Marktausblick

Wir gehen davon aus, dass sich die weltwirtschaftliche Expansion 2019 fortsetzen wird, wenn auch langsamer als 2017 und 2018, da sich das Wachstum in den USA, China und Europa abschw├Ąchen wird. Die Risiken sind nach unten gerichtet, da sich die Weltwirtschaft einer Reihe von Herausforderungen gegen├╝ber sieht, die sich im Jahr 2018 aufgebaut haben. Im Rahmen unseres mittelfristigen Ausblicks gehen wir davon aus, dass die chinesische Wirtschaft allm├Ąhlich langsamer wachsen wird. F├╝r 2019 erwarten wir eine Zunahme des realen BIPs um 6,0%, nach 6,5% im Jahr 2018. Allerdings sollte die chinesische Wirtschaftspolitik eine deutlichere Abschw├Ąchung verhindern k├Ânnen, womit Bef├╝rchtungen einer harten Landung ├╝bertrieben erscheinen. Umgekehrt bergen die indirekten Auswirkungen der US Handelspolitik Abw├Ąrtsrisiken. Es bleibt unklar, ob die USA und China ihre Handelsstreitigkeiten w├Ąhrend der am 1. Dezember 2018 ausgehandelten 90-Tage-Frist beilegen k├Ânnen, ob die USA auf die Einf├╝hrung weiterer Z├Âlle auf Autoeinfuhren verzichten werden und ob die Demokratische Mehrheit im Repr├Ąsentantenhaus den neuen NAFTA-Vertrag verabschieden wird. W├Ąhrend die direkten Auswirkungen der US Zollpolitik insgesamt nicht allzu stark ins Gewicht fallen, k├Ânnte die Stimmung der Unternehmen und damit die Investitionst├Ątigkeit allm├Ąhlich belastet werden.

Der Industriesektor macht meist weniger als ein F├╝nftel der Wirtschaftsleistung in entwickelten Volkswirtschaften aus, ist aber bedeutend f├╝r die Entwicklung der Aktienm├Ąrkte, insbesondere in Europa. Die globale Industriekonjunktur hat sich im Laufe des Jahres 2018 abgek├╝hlt. W├Ąhrend einigen Faktoren nur tempor├Ąr belastet haben, ist eine nachhaltige Belebung der Industriekonjunktur nicht gew├Ąhrleistet. Dies w├╝rde keine Verlangsamung in China, h├Âhere ├ľlpreise und insbesondere die Beendigung der Handelsstreitigkeiten ausgehend von den USA erfordern. Diese Entwicklungen entsprechen zwar nicht unserem Basisszenario, sind aber dennoch keineswegs v├Âllig unwahrscheinlich. Da die Finanzm├Ąrkte von der Finanzpolitik der neuen Regierung nicht ├╝berzeugt sind, d├╝rfte das restriktivere monet├Ąre Umfeld in Italien, der drittgr├Â├čten Volkswirtschaft der Eurozone, die Konjunktur auch 2019 belasten. Andererseits sehen wir den Brexit nach wie vor, wenn ├╝berhaupt, als weitgehend vor├╝bergehende Belastung f├╝r die britische Wirtschaft. Mit weiter steigenden Fed-Zinsen wird sich der US Konjunkturzyklus seinem Ende weiter n├Ąhern. Ein Rezessionsrisiko sehen wir derzeit nicht, was sich jedoch in der zweiten Jahresh├Ąlfte 2019 ├Ąndern k├Ânnte.